Ölstand prüfen – kleiner Check mit großer Wirkung

Fahrer prüft Ölmessstand seines Fahrzeugs
Foto: ©iStock.com/ mko61

Ölstand prüfen Schritt für Schritt

Ein gut geschmierter Motor lebt länger – vorausgesetzt, Volumen und Qualität des von der Ölpumpe umgewälzten Schmierstoffes stimmen. Ölstand prüfen ist keine Hexerei und auch ungeübten Autofahrern möglich. Bei Fahrzeugen mit elektronischem Ölstand-Check macht ein Warnsignal auf zu wenig Motoröl aufmerksam. Da gute Schmierung und ein die Zylinderköpfe kühlender Ölstrom für die Gesundheit des Motors von elementarer Bedeutung sind, empfiehlt sich eine regelmäßige und am besten monatliche Ölstands-Kontrolle. Und so geht's:

  • Der Ölstand ist bei noch warmem Motor zu prüfen. Nach dem Abstellen des Fahrzeugs auf ebenem Grund einige Minuten warten, bis sich das Öl in der Motorwanne gesammelt hat.
  • Die Motorhaube anheben und arretieren.
  • Bei allen modernen Fahrzeugen ist der Peilstab durch einen farblich hervorgehobenen Kunststoffring leicht zu finden. Bei älteren Fahrzeugen besteht der Griff des Messstabs oftmals nur aus einer unauffälligen Metall-Öse. Handschuhe schützen vor heißen und verölten Fingern.
  • Das mit Markierungen für minimalen und maximalen Ölstand versehene Ende des Ölmessstabs mit einem Papierhandtuch abwischen und den Peilstab wieder einführen.
  • Nach dem erneuten Herausziehen lässt sich der Ölstand ablesen. Der Ölpegel sollte zwischen den beiden mit MIN und MAX gekennzeichneten Einkerbungen liegen.
  • Bei zu wenig Öl im Motor vom Autohersteller freigegebenes Motoröl nachfüllen.

Motoröl rechtzeitig wechseln

Die Vernachlässigung der Ölstandkontrolle kann teuer zu stehen kommen. Reißt der Ölfilm bei hohen Drehzahlen aufgrund einer zu geringen umlaufenden Ölmenge ab, ist ein fataler Motorschaden bis hin zum Kolbenfresser möglich. In jedem Fall ist mit einem deutlich erhöhten Motorverschleiß zu rechnen. Motoröl unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Daher steht auch bei Longlife-Ölen nach vielen tausend Kilometern ein Ölwechsel an. Die Wechselintervalle werden nach der Laufleistung oder dynamisch von der Bordelektronik unter Berücksichtigung mehrerer Faktoren berechnet. Im Cockpit informiert eine Warnleuchte den Autofahrer rechtzeitig, wann es Zeit für den Ölwechsel ist. Bei einem Ölwechsel werden neben dem Motoröl auch Autoteile, wie Ölfilter und Ölablassschraube gewechselt. Die Fließfähigkeit des Motoröls lässt mit der Zeit nach. Auch die Additive im Öl verlieren ihre Wirkung und können den Motor nicht mehr umfassend schützen. Daher sollte der Ölwechsel nicht aufgeschoben werden. Mit frischem Öl im Motor fällt der Kraftstoffverbrauch geringer aus und auch die Abgaswerte verbessern sich.

Welches Öl ist das richtige für mein Fahrzeug?

Nach dem Ölstand prüfen steht oft das Nachfüllen von Motoröl an. Bei der Auswahl des Öls kann sich der Autofahrer an der Freigabe des Fahrzeugherstellers orientieren. Der Verbraucher ist nicht an eine bestimmte Öl-Marke gebunden und kann Motoröle verschiedener Hersteller nachfüllen. Auch teilsynthetische und vollsynthetische Motoröle lassen sich bedenkenlos mischen, sofern eine Freigabe des Herstellers für das Fahrzeugmodell existiert. Gleiches gilt für Mehrbereichsöle aus unterschiedlichen Viskositätsklassen.

Orientieren kann sich der Autofahrer neben den Hersteller-Freigaben auch an der auf den Motoröl-Gebinden angegebenen ACEA Norm. Bei der Wahl des richtigen Motoröls sollten der persönliche Fahrstil und das individuelle Streckenprofil berücksichtigt werden. Jede gute Fachwerkstatt, so auch der Service von WILLY TIEDTKE, berät den Autofahrer zu den besten Schmiermitteloptionen und übernimmt auch das Nachfüllen. Wird versehentlich ein für das Fahrzeug ungeeignetes Motoröl nachgefüllt, kann nur eine Fachwerkstatt beurteilen, ob ein Abpumpen oder ein vorzeitiger Ölwechsel ratsam ist. Hier kommt es neben den Abweichungen bei der Viskosität auch auf die Additive und das Mischungsverhältnis an.

Ölstand prüfen und Ölwechsel – Services des Kfz-Handwerks

Bleibt der Ölstand über einen längeren Zeitraum hinweg stabil oder steigt sogar an, ist auch das ein Alarmsignal. In der kalten Jahreszeit und nach vielen Kurzstrecken schlägt sich Kondensat im Motorraum nieder. Zuviel Wasser im Öl kann aber auch von einer undichten Zylinderkopfdichtung herrühren, über die Kühlwasser austritt und sich mit Motoröl vermischt. Zur Ursachenanalyse empfiehlt es sich, einen Service-Termin in einer unserer Fachwerkstätten zu machen. Meist steht nur ein vorzeitiger Ölwechsel an. Beim Ölstand prüfen wie beim Ölwechsel können Sie sich als Autofahrer in den Werkstätten von WILLY TIEDTKE auf kompetente Experten und eine umweltgerechte Entsorgung des Altöls verlassen.

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